Krankheitsverlauf Burnoutsyndrom

 

Burnout-Patienten leiden unter den unterschiedlichsten Beschwerden, welche sich über längere Zeit entwickeln. Der Krankheitsverlauf wird in der Regel in Phasen eingeteilt.

 

Anfangsphase

In dieser Phase ist noch ein hohes berufliches Engagement vorhanden. Die Betroffenen fühlen sich in ihrem Beruf unentbehrlich und ignorieren die eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Dennoch haben sie den Eindruck keine Zeit zu haben und fühlen sich erschöpft, ausgelaugt und müde. Die Betroffenen sind nicht in der Lage in der knappen Freizeit ausreichend Distanz zum Beruf zu wahren und sich die benötigte Erholung zu gönnen.

 

Zweite Phase

Der berufliche Einsatz verringert sich in dieser Zeit allmählich. Durch die ersten psychischen Beschwerden haben die Erkrankten den Eindruck nicht ausreichend Anerkennung erhalten zu haben. Das Einfühlungsvermögen sowie positive Gefühle nehmen in dieser Phase ab. Zudem treten die ersten Konflikte im privaten und beruflichen Umfeld auf. Die Patienten beginnen sich zu distanzieren um Ruhe zu finden.

 

Dritte Phase

Letztendlich ist das Burnoutsyndrom gekennzeichnet durch:

  • eine sehr starke geistige, körperliche und seelische Erschöpfung
  • eine reduzierte Selbstachtung
  • Nervosität und Angst
  • Schuldgefühle
  • Reizbarkeit, Ungeduld
  • häufige Konflikte und Misstrauen gegenüber anderen Personen
  • Selbstmordgedanken

 

Zudem nimmt in dieser Phase die geistige Leistungsfähigkeit ab. Dies äußert sich in Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Das kann soweit gehen, dass die Erkrankten nicht mehr in der Lage sind eigene Entscheidungen zu treffen. Des Weiteren treten die typischen psychosomatischen Beschwerden auf. Oftmals wird das körperliche Immunsystem geschwächt, so dass die Betroffenen für Infekte anfälliger sind. In einigen Fällen treten Schlafstörungen verbunden mit Aufwachphasen in den frühen Morgenstunden und depressiver Verstimmung auf. Diese Phase ist für die Erkrankten mit einem erhöhtem Unfallrisiko und einer erhöhten Suchtgefahr verbunden.

Die Symptome äußern sich nicht bei allen Patienten in gleicher Weise. Bisher ist es medizinisch sicher, dass es sich um einen schleichenden und langwierigen Prozess handelt, welcher mit einer überhöhten Begeisterung beginnt und in Gleichgültigkeit, Frustration und Ernüchterung mündet.